Hörtests für Babys und Kinder

Was ist das Neugeborenen-Hörscreening?

Neugeborene haben in Deutschland bundesweit einen gesetzlichen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hörstörungen als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Da Hören für die Sprachentwicklung unerlässlich ist, ist eine möglichst frühe Erkennung von Hörstörungen wichtig.[1]
Es ist wissenschaftlich belegt, dass gehörlose Kinder ähnlich schnell sprechen lernen wie hörende Kinder, wenn die Gehörlosigkeit bis zum 6. Lebensmonat erkannt und behandelt wurde. Neugeborenen-Hörscreenings gibt es auch in Österreich und der Schweiz.

Wie viele Babys sind betroffen?

Etwa eines von 900 Neugeborenen kommt mit einem Hörverlust in einem oder beiden Ohren zur Welt. Diese Zahl erhöht sich drastisch auf 1:100 bei Neugeborenen, die mehr als 48 Stunden auf einer Intensivstation verbrachten. Die meisten Kinder, die schwerhörig zur Welt kommen, haben keinerlei erbliche Vorbelastung. Daher ist es wichtig, alle Babys zu untersuchen.

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Otoakustische Emissionen

Dieser erste Hörtest wird meist an der Geburtenklinik durchgeführt. Über einen weichen Kopfhörer im Gehörgang Ihres Kindes werden Klickgeräusche eingespielt. Wenn das Ohr einwandfrei arbeitet, reagiert die Cochlea, der schneckenförmige Teil des Innenohres. Das Messinstrument zeichnet diese Reaktion auf.

Der Test ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und wird durchgeführt, während Ihr Baby schläft. Sie erhalten das Testergebnis sofort. Wenn das Testergebnis an beiden Ohren eine klare Reaktion aufzeichnet, ist ein Hörverlust bei Ihrem Kind unwahrscheinlich.

Setzen Sie sich mit einem HörPaten in Verbindung,

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Referenzen:

[1] Schade: Früherkennung von Hörstörungen, Laryngo-Rhino-Otol 2008; 87: S21-S31